Escada
Escada wurde 1976 von dem schwedischen Topmodel Margaretha und dem jungen Unternehmer Wolfgang Ley in München gegründet, benannt nach einem Rennpferd. Während Margaretha Ley sich um die kreativen Arbeiten kümmerte, übernahm ihr Mann den finanziellen Teil und den Verkauf. Das Unternehmen ging auf Grund seines Erfolges 1986 an die Börse.
Nach dem Tod seiner Frau 1992, führte Wolfgang Ley das Unternehmen alleine weiter. Von den Banken dazu gedrängt, übernahm Ley Unternehmen wie Kemper oder Schneberger, die sich jedoch als Sanierungsfälle entpuppten. Mehrere Restrukturierungen und Designer folgten. Peter Zühlsdorff wurde 1998 Aufsichtsrat von Escada, er sollte Ley helfen und den Übergang in die Ära nach Ley gestalten.
Im Jahre 2006 trat der Mitbegründer Wolfgang Ley als Vorstandsvorsitzender zurück und übergab das Amt an seinen Nachfolger Frank Rheinboldt, der als eine der ersten Massnahmen die Dividende strich. Im Mai darauf musste Rheinboldt das Unternehmen unter anderem auf Grund eines Konflikts mit Hauptaktionär Rustam Aksenenko, dessen Firma Finartis etwa 25 % der Aktienanteile an der Escada AG besitzt, verlassen. Sein Nachfolger wurde Jean-Marc Loubier, der vorher bei LVMH (Louis Vuitton) arbeitete.
Am 20. Juni 2008 wurde bekannt, dass die Tchibo-Erben Michael und Wolfgang Herz rund zehn Prozent der Anteile von Escada gekauft hatten. Daraufhin wurde der Vorstandsvorsitzende Jean-Marc Loubier durch Bruno Sälzer ersetzt, der zuvor bei Hugo Boss tätig gewesen war.
Am 11. August 2009 gab das Unternehmen leider bekannt, dass es noch in derselben Woche Insolvenz anmelden werde. Escada steht heute somit vor dem Aus.


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